Gewürzmetalle (Strategische Metalle)

Als Gewürzmetalle werden in Analogie zu Gewürzen eine Reihe seltener Metalle bezeichnet, die für die Herstellung bestimmter Produkte zwar nur in geringer Menge benötigt werden, bei der Herstellung aber unverzichtbar und nicht ersetzbar sind. Zu ihnen zählen Molybdän, Niob, Indium, Tantal (Coltan-Erz), Platingruppenmetalle.[1][2], Gallium, Antimon und viele Metalle der Seltenen Erden. Dabei kann das Fehlen eines dieser Gewürzmetalle ganze Wertschöpfungsketten unterbrechen, wenn dadurch die Fertigung eines wichtigen Bausteins in der Produktionskette verhindert wird. Insbesondere bei Produkten wie Brennstoffzellen, Dünnschicht-Fotovoltaik oder Hybridfahrzeugen können Engpässe dieser Metalle den Ausbau der Fertigung begrenzen (Wikipedia)

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Nachfolgend möchte ich Ihnen Indium und Gallium vorstellen. Nach meiner Einschätzung haben diese (Gewürzmetalle) eine extrem steile Nachfrage vor sich!

Kein Jugendlicher mehr ohne Smartphone, kein Rentner ohne Computer, kein Neuwagen ohne LEDs, kein Wohnzimmer ohne Flachbildschirm-Fernseher. Ohne Indium und Gallium könnte kein modernes Leben stattfinden. Denn sie sind so wichtig wie die Luft zum Atmen.

Indium

Bereits am 9. März 2012 fiel mir eine Schlagzeile des renommierten Forbes-Magazins auf: Was macht Apple, wenn 2017 das Indium ausgeht?“ Indium? Wie oben bereits dargestellt ist Indium aus einem zeitgemäßen Leben nicht mehr wegzudenken. Durch den Einsatz von Indium werden durchsichtige Beschichtungen elektrisch leitfähig gemacht. Insofern wird Indium für jedes Smartphone, jeden Flachbildschirm, jedes Navi und jedes Netbook, Notebook oder Tablet benötigt. Deswegen ist ein Konzern wie Apple definitiv von Indium abhängig. Wer verzichtet mittlerweile schon auf ein Navi, Netbook oder Notebook? Selbst in schwierigen Rezessionen wachsen diese Märkte. Denken Sie dabei nur an die Wachstumsmärkte (Bevölkerung), wie Indien, China, Russland oder Südamerika.

Extrem spannend wird das geschriebene im Zusammenhang mit der Dünnschicht-Photovoltaik.  Das renommierte Fraunhofer Institut kalkuliert den Nachfragezuwachs allein aus diesem Bereich bis 2030 auf das 30-fache! Bitte halten Sie sich fest, der LED Markt wurde noch nicht berücksichtigt. Hier ermittelt das Fraunhofer Institut eine jährlich Nachfrageerhöhung von 15 %. Eine Substituierbarkeit ist nicht vorhanden.

Für Sie als Investor gilt generell: Je knapper ein Rohstoff, desto potenziell stärker die Preissteigerungen.

Die Versorgungslage ist bereits weltweit Besorgnis erregend:

US-Department of Energy kommt zum Ergebnis: Hohes politisches Risiko und wirtschaftliches Beschaffungsrisiko!

Die Europäische Kommission kommt in der Studie zur Versorgungssicherheit der EU zum Ergebnis:

Indium ist einer von fünf Rohstoffen mit hohem Versorgungsrisiko.

Eine Studie des US National Resource Council untersucht die Abhängigkeit der USA von Rohstoffimporten und bezeichnet die Versorgungslage und die Beschaffung mit „high risk“

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT): Indium ist wohl das erste Element, das weltweit zur Neige gehen wird. Die Versorgung für die Wertschöpfung in Deutschland ist essentiell.

Noch zu erwähnen wäre, dass China, Südkorea und Japan circa 80 % der jährlichen Primärproduktion  von rund 600 Tonnen fördern. Damit hat das Reich der Mitte eine starke Marktstellung bei diesem extrem wichtigen Rohstoff. Aus europäischer Sicht besteht die Gefahr, dass China diese Marktstellung ausnützt. Wenn das Angebot ohnehin kaum die Nachfrage befriedigen kann, könnten selbst ein temporäres Zurückhalten chinesischer Indiumexporte den Preis regelrecht explodieren lassen. Seit März ist Indium von ca 500 € auf fast 800 € je KG angestiegen. Diese Metalle werden bei renommierten Metallhändlern zu Barren von je 1 KG erworben.

Gallium

Ähnlich wie Indium ist Gallium nach den Studien der Europäischen Kommission ein Gewürzmetall, das in puncto Versorgungssicherheit einem hohen Beschaffungs-Risiko  unterliegt. Die Gründe sind  hohes Wachstum der Nachfrage, begrenzte Möglichkeiten bei der Ausweitung des Angebots und politische Risiken wegen der Konzentration der Gallium- Vorkommen auf wenige Gebiete, an erster Stelle werden China und Kasachstan genannt.

Gallium hat viele spannende Einsatzgebiete: z. B. die Halbleiter-, Solar-, Elektronik- und LED-Technologie. Hier kann man aufgrund des weltweit zunehmenden LED-Einsatzes, einer stark wachsenden Photovoltaikindustrie (s. Indium) sowie des steigenden Absatzes von mobilen Hightech-Geräten wie Notebooks, Netbooks,  Smartphones oder Spielkonsolen einen regelrechten Gallium-Boom beobachten. Zudem wird Gallium als Legierungskomponente für Quecksilberersatzmaterial verwendet.

Gallium ist wie die Studien belegen sehr selten. Lediglich 100 Tonnen Rohgallium werden jährlich produziert. Weit über die Hälfte stammt davon aus China, Kasachstan, Deutschland (Erzgebirge) und Japan.

Wie mir Terrametal auf Nachfrage mitteilte, ist der Galliumpreis deswegen nicht ausgebrochen, da China 2011 mehr Gallium als die Jahre zuvor gefördert hat. Des Weiteren hat die Nachfrage kurzzeitig nachgelassen, der Grund lag in der geringen Nachfrage der Photovoltaikindustrie. Diese Angebotsausweitung ist aber nahezu abgebaut. Ab 2014/2015 werden Preisverhandlungen großer Abnehmer von Gallium neu verhandelt und deswegen erwartet die Branche für die kommenden Jahre deutlich anziehende Notierungen.

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